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Von den Besten lernen

Lehrer-mit-Klasse

Viel wurde geschrieben über die kollektive Intelligenz von Internet-Communities. Die Niedrigschwelligkeit von Social Media würde das Publikationsmonopol einzelner Journalisten und Fachautoren aufbrechen und auf die breite Masse verteilen. Tatsächlich aber kristallisieren sich auch im Netz immer wieder Experten heraus, welche die Diskussion dominieren. Doch warum brauchen wir diese Leitwölfe und wie können wir von und mit ihnen lernen?

Ich blogge, also bin ich… ein Experte?
Jüngst kürte der E-Learning Council die zehn einflussreichsten E-Learning-Blogger und zementierte damit deren Position als Taktgeber der Diskussion. Stöbert man nun durch den Blog der erstplatzierten Jane Hart wird schnell deutlich worin die besondere Bedeutung solcher Experten liegt. Frau Hart reagiert nicht nur auf die Nachrichten der Branche, sondern produziert auch selbst hochwertigen Content, gibt Zusammenfassungen umfangreicher Studien und stellt thematische Quellenverzeichnisse zusammen. Ein Beispiel ist ihre bislang siebenteilige Serie “Key Social Learning Ressources”. Auch der Wieterbildungsblog von Jochen Robes macht den Wert von Experten deutlich. In seinen Seiten verweist er regelmäßig auf interessante Ressourcen von den verschiedensten Autoren. Herr Robes beweist damit einen Überblick, wie ihn kaum ein Laie je haben könnte. Experten kanalisieren und katalysieren somit die Informationsflut des Internets und machen sie so für andere beherrschbar.

Follower sein ist nur die halbe Miete
Doch wie lässt sich nun konkret von diesem Expertentum profitieren? Die erste Antwort auf diese Frage ist simpel: Wir folgen. Wir abonnieren ihre Blogs via RSS, lauschen ihren Tweets, fügen sie zu unseren Google+ Kreisen hinzu und checken ihre Social Bookmarks. Ein entsprechender Reader hilft hier den Überblick zu behalten. Doch erst die zweite Antwort macht den Unterschied zwischen On- und Offline-Experten deutlich: Wir reagieren auf den Content der Experten. Dazu schreiben wir Kommentare zu ihren Blogposts, retweeten ihr Gezwitscher, senden Nachrichten an unsere (Experten)-Kreise und tragen eigene Lesezeichen zu unserem Netzwerk bei. Im Idealfall entsteht so eine Diskussion zwischen den Experten und ihren Followers, die am Ende einen Mehrwert schafft, der über das bloße Expertentum hinausgeht. Internet-Communities sind also in der Tat eine kollektive Intelligenz, die jedoch des Antriebs einiger exponierter Individuen bedarf.

Bild: digitalgenetics (istockphoto)

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